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Die Klinik im Film
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Wer trägt denn überhaupt die Kosten für eine
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Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen.
Danach hat ein Schmerzpatient
ein Recht darauf , in einer
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gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich
zwei weitere Urteile, so vom
Landessozialgericht Hamburg:
www.schmerzklinik.com/sozialgericht2
oder auch
https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik
und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur
23 (!!) Tagen:
www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.
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POSTZOSTERISCHE
SCHMERZEN
zosterische
Schmerzen
Der Begriff postzosterische Schmerzen wird
häufiger für die postzosterische Neuralg ie
verwendet, so lautet die korrekte Krankheitsbezeichnung. Andererseits liegt
streng genommen in den meisten Fällen auch keine (echte) Neu
ralgie vor, also anfallsartige, einschießende Schmerzen mit schmerzfreien
Pausen.
Postzosterische Schmerzen
können nach jeder
Her
pes zos
ter-Erkran
kung
(=
Gürtelrose)
auftreten.
Zunächst zur
Gür telrose selbst
Die
Gürtelrose
ist eine neurodermale
(=
Nerven und Haut betreffende)
Infektionskrankheit. Der Erreger ist der Her pes-Varizellen-Virus.
Als Tröpfcheninfektion führt der Erstkontakt vorwiegend bei Kindern zu den
bekannten Windpocken, an sich eine harmlose Kinderkrankheit. Leider hat das
Virus die Eigenschaft, über Jahrzehnte in bestimmten Bereichen des
Nerven
systems zu
überleben, ohne daß Krankheitszeichen vorhanden sind. Kommt es aber zu einer
Schwächung des Immunsystems, so wird das Virus
reaktiviert und erreicht über sensible Nervenbahnen die Haut und es entsteht die
Gürtelrose.
Die
He
rpes zos
ter-Erkran
kung
befällt überwiegend die Nervensegmente der unteren
Brustwirbelsäule,
seltener den
Gesichtsbereich
(Gesichtsrose) bzw.
Kopfbereich
(Kopfrose) (Zoster ophthalmicus,
Zoster oticus).
Der Name Zos ter kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Gürtel"
entsprechend der gürtelförmigen Hautausbreitung am Körperstamm. Aus diesem Grund
wird die Krankheit auch als
Gür telrose
bezeichnet.
Behandlung der akuten
Zoste
r-Erkran kung:
Antivirale (= gegen das Virus gerichtete)
Therapie: Aciclovir ist Medikament der Wahl bei der
Gürtelrose. Es wirkt als Guanosinanalogon auf die Replikation (=
Neuentstehung der Erbsubstanz) des Virus, verringert die akuten
Sch merz en, die Erythembildung (= flächenhafte Hautrötung) und
die Neubildung von
Nervenläsionen und läßt die Effloreszenzen (=
Hauterscheinungen) schneller abheilen. Darüber hinaus können
noch folgende Medikamente empfohlen werde: Brivudin, Famciclovir oder Valaciclovir.
Lokale (= örtliche) Therapie
mit antiviralen (= gegen Viren gerichtete) Substanzen
bei
Gür telrose:
Idoxuridin oder Desoxyuridin in Dimethylsulfoxid (Zostrum®) wird viermal täglich vier Tage lang auf die betroffenen Hautstellen
aufgetragen und führt zu einem schnellen Rückgang der
Sch
merzen (Wassilew
1988).
Alternativ bietet sich Vidarabin Salbe an (zweimal täglich) (Hempel
1993). Antivirale Substanzen beeinflussen Sch
merzen ab dem fünften Tag nach
Auftreten der Zostereffloreszenzen (= typischer Hautausschlag
bei Gür telrose) nicht mehr. Danach ist der Einsatz
antiinflammatorischer (= entzündungshemmender)
Pharmaka angezeigt.
Lokale (= örtliche)
und systemische (= den Gesamtorganismus
betreffende) Therapie mit Steroiden (=
Hormon aus der Nebennierenrinde) bei Gür telrose:
Injektionen mit
Glukokortikosteroiden wie z.B. 25 mg Prednisolon, z.T. mit
Lokalanästhetika
(=
örtliche Betäubungsmittel) z.B. Bupivacain 0,25 %, in die betroffenen Hautareale werden empfohlen (Hempel
1993), wobei sowohl Schmerzreduktion als auch verringertes Auftreten einer
postzosterische n
Neu ralgie (Sch
merzen nach Abheilen der Gür telrose) gesehen wurden, allerdings fehlen hierzu
kontrollierte Studien. Das gleiche gilt für epidurale (=
rückenmarknahe) Steroidinjektionen oder Injektionen an den
Trigeminus (= Gesichtsnerv) durch das Foramen ovale. Systemische Therapie mit Corticosteroiden
und ACTH (= Hormon, das im Gehirn gebildet wird)
ist umstritten.
Es werden Fälle beschrieben, bei denen sich eine generalisierte
(= auf den gesamten Körper ausgebreitete) Gür telrose entwickelte. Wassilew
(1988) beobachtete unter der Gabe von 1 mg Methylprednisolon pro kg Körpergewicht bei
rechtzeitigem Therapiebeginn innerhalb von 10 Tagen hervorragende Reduktion bzw.
Sistieren (= Wegbleiben) der akuten
Sch
merzen.
Das Risiko des Auftretens eines disseminierten (= über den Körper
verstreuten)
Her
pes zos
ter wird als relativ gering betrachtet (Loeser
1986). Empfohlen werden Kortikosteroiddosen von 40-60 mg pro Tag in der ersten
Woche mit Ausschleichen der Dosierung in den nächsten 1-2 Wochen (Zenz
1994).
Therapie mit systemischen Analgetika (= im ganzen
Körper wirkenden
Schmerzmittel) und
Co-Analgetika (= Mittel die
Schmerzmittel in ihrer Wirkung unterstützen) bei
Gür telrose:
In der
Literatur werden verschiedene Pharmaka zur Therapie der akuten
Sch
merzen bei Gür telrose genannt. Dabei muß bedacht werden, daß die
Sch
merzen bei
Patienten unter 50 Jahren ohnehin normalerweise spontan sistieren
(= aufhören). Ein Therapieversuch mit Gabapentin oder Pregabalin
ist oft erfolgreich.
Interessant sind Untersuchungen über den Einsatz
von Levodopa (Kernbaum 1981) und Adenosinmonophosphat (Sklar 1985)
bei Gür telrose.
Therapie mit lokalen Therapeutika (= Mittel die
örtlich aufgetragen werden):
Benedittis (1992)
propagiert die lokale Applikation von Acetylsalicylsäure (=
Wirkstoff von Aspirin®) in Diethyläther gelöst.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel):
Hierbei
werden in der Literatur Hautinfiltrationen mit Lokalanästhetika, oft mit
Glukokortikoiden gemischt, Blockaden des somatischen und vegetativen (=
unwillkürlichen) Nervensystemes und auch intravenöse (=
in eine Blutader gespritzte) Lokalanästhetikagabe bei entsprechender
Lokalisation beschrieben (Zenz 1994).
Rechtzeitiger Beginn der Behandlung
innerhalb von zwei bis drei Wochen und vor allem auch
Sympathikusblockaden
(= Betäubungen eines Teiles des unwillkürlichen Nervensystems) führen zu
guter Schmerzreduktion und sollen das Auftreten einer postzosterische
r
Schmerzen verhindern. Bei Periduralanästhesien (= rückenmarknahe Betäubungen)
können dem
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel) Corticosteroide
zugemischt werden (Hankemeier 1988).
Postzosterische Schmerzen (zosterische Schmerzen)
Wenn die
Sch
merzen die Hauterscheinungen der Gür telrose überdauern, meistens nach 4-6 Wochen, dann ist die Krankheit in
eine postzosterische
Neu ralgie übergegangen.
Trotz Einführung der antiviralen (= gegen das Virus
gerichteten) Therapie entwickeln immer noch ca. fünf Prozent aller Patienten mit Gür telrose
im Anschluß diese
Schmerzen.
Begünstigend für das Auftreten einer
postzosterische
n
Neu ralgie sind Intensität und Ausmaß der akuten
Zostererkrankung,
Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit),
Lokalisation der Gür telrose (häufiger nach
Zos ter
ophthalmicus
(=
Gesichtsrose))
und vor allem das Alter der Patienten.
Der Schmerzcharakter bei einer
zosterische
n
Neu ralgie wird von den Patienten uneinheitlich beschrieben:
anhaltend tief drückend oder brennend, blitzartig einschießend, stechend und
brennend. Fast regelmäßig besteht im Schmerzbereich eine Sensibilitätsstörung
(= Störung des körperlichen Empfindens), so in Form einer
Hyperpathie (=
Sensibilitätsstörung als Überempfindlichkeit gegenüber allen örtlichen Reizen)
oder auch Hyperalgesie
(=
herabgesetzte Schmerzschwelle) bis hin zu einer
Allodynie
(= Schmerzauslösung durch an sich nicht schmerzhafte
Reize, z.B. Kleidung).
Spezielle Schmerztherapie:
Beim Entstehungsmechanismus dieser zosterische
n
Schmerzen
spielen sowohl zentrale (= im Rückenmark)
als auch periphere
Nervenläsionen eine Rolle. Dementsprechend werden
verschiedene Therapiemaßnahmen, die zentral oder/und peripher angreifen,
unterschiedlich erfolgreich sein (Hef
ermann und Leser, 1992).
Die
Therapie der postzosterische
n
Neu ralgie ist schwierig und setzt große
Erfahrung voraus. Dabei ist häufig eine gezielte "Polypragmasie"
(= Durchführung mehrerer Maßnahmen gleichzeitig)
erforderlich.
Die Patienten betreiben zum Teil einen
Analgetikamißbrauch
(=
Schmerzmittelmissbrauch) oder
sind gar bereits abhängig, so daß vorrangig eine
Entzugsbehandlung erforderlich
ist. Infolge des chronischen Schmerzes entwickeln sich öfters psychische
Veränderungen, so daß auch psychologisch / psychotherapeutische Interventionen notwendig werden.
Eine systemische medikamentöse Therapie mit
Analgetika (=
Schmerzmittel) nach dem WHO
(= Weltgesundheitsorganisation)
-Stufenschema sollte zumindest ab Stufe 3 (z.B. Gabe von Morphin) bei
zosterische
n Schmerzen erst dann
eingesetzt werden, wenn die Therapie mit Psychopharmaka, Antiepileptika
(= Mittel gegen das Anfallsleiden, u.a. aber auch bei
Sch merzen wirksam) und
nichtmedikamentösen Verfahren, sowie perkutaner
(= durch die Haut hindurch) Antidepressiva (z.B.
Doxepin, Maprotilin) (= Mittel gegen Depression)),
evtl. auch in Kombination mit einem
Neuroleptikum (z.B.
Levomepromazin)
(= Mittel zur psychischen Behandlung, u.a. aber auch gegen diese Schmerzen wirksam),
verschaffen Patienten mit einer postzosterische
n
Neu ralgie häufig
Linderung. Wir bevorzugen Amitriptylin in einer Tagesdosis von bis zu 75 mg, da
es in Kombination mit Analgetika, Antiepileptika und oder
Neuroleptika stärker
wirksam ist. Gegen die
Sch
merzen bei der postzosterische
n
Neu ralgie wirken am besten sog.
Antiepileptika
(= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei
diesen Schmerzen hilfreich). Als erste Wahl gelten heute Gabapentin
oder Pregabalin, als 2. Wahl Carbamazepin.
Zur Wirkstoffeinsparung und damit Reduzierung der
Nebenwirkungen kann mit Baclofen
(= ein Mittel zur Muskel
entspannung) kombiniert
werden. Manchmal ist auch die Verordnung von Keltican®
(= ein Mittel, das z.T.
Nervenschädigungen reparieren kann)
hilfreich.
Zur perkutanen (= durch
die Haut hindurch) medikamentösen Therapie
eignet sich Acetylsalicylsäure
(= bekannt als Aspirin®),
wobei allerdings durch ASS eine Ablösung der Hornschicht der Haut und bei Lösung
in Chloroform dessen Leber- und
Nieren
giftigkeit zu beachten ist (Zenz
1994).
Capsaicin, Inhaltsstoff des spanischen Pfeffers, als Creme (0,025-0,075%)
verabreicht, kann ebenfalls schmerzlindernd wirken. Allerdings tolerieren einige
Patienten nicht die mit der Anwendung verbundenen Hautreizungen und
vorübergehende
Schmerzverstärkung.
Auch eine Iontophorese
(= Verabreichung von Wirkstoffen durch die Haut mit Hilfe von Gleichstrom)
mit Vincristin, ist zur Behandlung der postzosterische
n Neu
ralgie geeignet, wenn diese nicht länger als 6 Monate zurückliegt (Layman
1986).
Es gibt auch ein sog.
Schmerzpflaster, das mit einem
Lokalanästhetikum getränkt ist. Das
postkartengroße, selbstklebende Hydrogelpflaster (Versatis®) enthält Lidocain
und wird auf die sch merzende Stelle geklebt. Bis zu drei Pflaster dürfen
gleichzeitig appliziert werden, auch das Zuschneiden auf eine passende Größe ist
möglich. In den USA ist das Pflaster bereits seit 1999 auf dem Markt, nach
europäischen Zulassungsstudien nun auch in Deutschland, und zwar mit der
Indikation neuropathische
Schmerzen nach He rpes zos
ter (Postzosterische
Neuralg ie).
In der medizinischen Literatur wird die Ansicht vertreten, daß
die Erfolgsrate der therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) bei der
postzoste rischen
Neu ralgie abhängig von dem Zeitpunkt des Beginnes der
Schmerzbehandlung
nach Ausbruch der Gür telrose sei. Nach sechs Wochen (Hempel
1993) beziehungsweise 3 Monate (Zenz 1994) seien
zosterische Schmerzen in den meisten Fällen durch Nervenblockade
n
(= Nervenbetäubungen)
nicht mehr günstig zu beeinflussen. Auch Loeser (1986) räumt der
therapeutischen Lokalanästhesie bei Patienten mit älterer pos
tzosterischer Neu
ralgie kaum noch Nutzen ein.
Dem widersprechen aber zum Teil die
Erfahrungen anderer Autoren. Auch Hef
ermann und Leser (1992) berichten über gute Erfolge mit
Nervenblockaden, sofern diese konsequent
und engmaschig durchgeführt werden.
Folgendes
Vorgehen hat sich bewährt: Nach einer positiven, schmerzlindernden Testblockade
wird eine Serie von Ner venblockaden mit einem lang wirksamen örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain in einer Konzentration von 0,25%)
durchgeführt, wobei anzustreben ist, die Folgeblockade immer dann anzusetzen,
wenn die vorhergegangene eben abgeklungen ist. Dazu bieten sich kontinuierliche
Verfahren mittels Kathetertechnik (=
Einpflanzung eines dünnen Kunststoffschlauch dicht an den betroffenen Nerv)
an.
-
Im
Trigeminus
bereich (Gesichtsrose,
z.T. Kopfrose) wird der betroffene Ast (hpts.
Stirn) am zugehörigen Austrittspunkt und die dominante Schmerzregion mit einigen
Millilitern eines Lokalanästhetikum
s betäubt.
-
In den mittleren und unteren
Halssegmenten kann der Plexus brachialis
(= Arm
nervengeflecht) entweder wiederholt mit
Spritzen, oder besser mit der kontinuierlichen Technik
(= Einpflanzung eines dünnen Kunststoffschlauch
dicht an das Nervengeflecht) betäubt werden. Die
sog. retrograd hohe Variante erlaubt eine Blockadeausbreitung bis hoch zu den
Spinalwurzeln (= aus dem
Rücken
mark
stammende Ner venwurzel an der
Wirbelsäule). Der interskalenäre Zugang
(= im seitlichen, unteren Halsbereich) ist mit einem etwas größeren methodischen Risiko
behaftet.
- Bei der pos
tzosterische
n Neu
ralgie im Bereich der
Brust
wir belsäule sind
Interkostalblockaden
(= Betäubungen
der Zwischen
rippen
nerven) angebracht,
- unterhalb
von Th 12 bieten sich Periduralblockaden
(= Betäubungen nahe am
Rücken
mark) mit Bupivacain
(z.B. 0,125%) an.
- Sind die Ner ven
ischiadicus und / oder femoralis betroffen,
können diese wiederholt mit Spritzen oder auch kontinuierlich mit Katheter
blockiert werden (Hef
ermann und Leser 1992).
Viele Autoren betonen bei zosterische
n Schmerzen die Effektivität von
Blockaden des Sympathikus
(= sog. autonomes, selbständiges Nervensystem)
(z.B. Auberger 1990, Hempel 1993).
- Im
Gesichtsbereich und
Armbereich
erfolgen dazu Stellatumblockade
n (=
Blockaden einer vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich).
Hempel differenziert weiter und empfiehlt für die
Trigeminusäste 1 und 2
(=
Stirn,
Wange)
Blockaden des Ganglion cervicale superior
(= eine weitere vegetative Schaltstelle im oberen Halsbereich)
und weiter unten (3. Trigeminusast bis TH 4) Stella tumblockaden, wozu auch
verdünnte
Opioid lösungen
(=
morphinähnliche Lösungen) verwendet werden können.
-
Im
Brust - und
Lendenwirbelsäulenbereich bieten sich Periduralblockaden
(=
rücken
marknahe Blockaden)
und
- im
Kreuzbeinbereich Sakralanästhesien
(= ebenfalls eine
rücken
marknahe Blockade, in Höhe des
Kreuzbein es)
an.
Topische (= eine
örtliche, oberflächlich wirkende)
Lokalanästhesie der betroffenen Hautareale, zum
Beispiel mit Lidocain-Spray oder Lidocain-Prilocain Creme (EMLA®),
wird bei zosterische
n Schmerzen von verschiedenen Autoren eingesetzt (Milligan 1989).
Bei abnehmender Wirkung im Behandlungsverlauf ist an eine Tachyphylaxie
(= Wirkungsabschwächung bei wiederholter
Anwendung) zu denken. Zudem können bei lokaler
Anwendung zusammen mit
Nervenblockaden toxische
(= giftige)
Lokalanästhetikakonzentrationen erreicht werden. Auf das Lidocain-Plaster wurde
weiter oben schon hingewiesen.
Weitere Therapiemaßnahmen:
- Neurolytische (= nervenzerstörende)
Verfahren wie zum Beispiel epidurale
(= rückenmarknahe)
Einspritzung von Phenol (Neuendorf 1986) sollten bei dieser
Neu
ralgie die Ausnahme bleiben.
- Von chirurgischen oder chemisch destruktiven
(= zerstörenden) Eingriffen
ist bei pos
tzosterische
n Sch
merzen abzuraten, da diese kaum zum Erfolg
führen (Kossmann 1986), beziehungsweise unbefriedigende
Langzeitergebnisse bei hoher Komplikationsrate aufweisen (Hankemeier
1988).
-
Bei den neurochirurgischen Verfahren sind periphere Neurektomien (= operative Teilentfernung eines
Ner ven)
und dorsale Rhizotomien (= chemische
Unterbrechung der hinteren Wurzel des Rückenmarks)
von geringem Nutzen. Am effektivsten soll eine DREZ-Läsion (Laesion der
dorsal-root-entry-zone)
(= elektrische "Verkochung"/Zerstörung der hinteren
Schmerzeintrittszone am
Rücken
mark)
sein (Zenz 1994). Ansonsten können eher elektrische
Stimulationsverfahren am Rückenmark wie SCS (spinal cord stimulation)
gewählt werden.
-
Die Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) mit
Klebeelektroden sollte eigentlich immer versucht werden, teilweise läßt sich damit eine
zufriedenstellende Schmerzlinderung erreichen.
-
Akupunktur
wird in der
Literatur sehr unterschiedlich beurteilt. Nach Zenz (1994) hat diese
Therapie bei der pos
tzosterische
n Neu
ralgie keine bessere Wirkung als Placebo
(= Wirkstoff-freies Scheinmedikament).

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aktualisiert: >05.04.2008</>
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